2. Ein gutes Fenster ist nur so viel wert, wie seine Planung und sein Einbau leisten
Auch nach der Auswahl eines hochwertigen Fenstersystems und einer geeigneten Verglasung ist die Arbeit noch nicht abgeschlossen. Ein häufig vernachlässigter Aspekt der Energieeffizienz ist der Fenstereinbau.
Das Fenster muss in Bezug auf die Wand und die Fassadenschichten richtig positioniert werden. Der Anschluss zwischen Fensterelement und Gebäude muss so ausgeführt sein, dass das Risiko von Lufteintritt und Wärmebrücken verringert wird.
Deshalb wird im modernen Bauwesen zunehmend auf die Details der Montage geachtet. Ein hochwertiges Fenster herzustellen reicht nicht aus – seine geplanten Eigenschaften müssen auch nach dem Einbau erreicht werden.
Dies ist besonders bei energieeffizienten Gebäuden und Niedrigenergiehäusern wichtig, bei denen jedes Element der Gebäudehülle auf die Verringerung unnötiger Energieverluste ausgelegt wird.
Wie wählen Sie die passenden Fenster und Türen aus?
Es gibt kein einziges Fenstersystem, das für jedes Gebäude grundsätzlich das beste ist.
Für ein Einfamilienhaus können andere Kriterien wichtig sein als für ein Bürogebäude, ein Hotel oder ein modernes Architekturprojekt mit großen Glasflächen.
PVC-Fenster und -Türen kann für verschiedene Gebäudetypen eine wirtschaftliche Wahl sein, insbesondere wenn Wärmedämmung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund stehen.
Aluminiumsysteme ermöglichen schlanke Profile, große Abmessungen und hohe architektonische Flexibilität. Dadurch sind sie besonders für moderne Gebäude und große Glasflächen interessant.
Holzfenster und -türen bietet ein natürliches Material, eine besondere Ästhetik und gute Wärmedämmeigenschaften, während Holz-ALU-Systeme die natürliche Holzoptik mit dem zusätzlichen Schutz einer Aluminiumverkleidung verbinden.
Gerade deshalb sollte sich die Wahl von Fenstern und Türen nicht auf die Frage „Kunststoff oder Aluminium?“ beschränken. Die richtige Frage lautet:
Welches Fenstersystem passt am besten zu diesem Gebäude, seinem Standort, seiner Architektur und seinen energetischen Anforderungen?
Bei der Gebäudeplanung müssen auch die Fensterausrichtung, die Größe der Glasflächen, die klimatischen Bedingungen, die Anforderungen an Wärme- und Schalldämmung, die Tageslichtmenge und die Raumnutzung berücksichtigt werden.
Wenn all diese Elemente richtig aufeinander abgestimmt sind, ist das Fenster mehr als ein Bauteil, das eine Wandöffnung verschließt. Es wird zu einem wichtigen Bestandteil des gesamten Gebäudekonzepts.
Die Energieeffizienz eines modernen Gebäudes hängt nicht von einem einzelnen Produkt ab. Sie entsteht aus einem richtig geplanten Gesamtkonzept, in dem Fassade, Wärmedämmung, Fenstersysteme, Glas und Einbauweise zusammenwirken.
Deshalb sollten Sie bei der Auswahl von Fenstern und Türen nicht nur auf das Profilmaterial oder das Aussehen der Fenster achten. Entscheidend sind die Gesamtleistung des Systems und seine Eignung für das Gebäude.
Ein gut geplantes und fachgerecht eingebautes Fenster kann zugleich Wärmeverluste reduzieren, den Komfort erhöhen, Tageslicht besser nutzbar machen und den langfristigen Gebäudewert steigern.
In der modernen Architektur reicht deshalb die Frage nicht mehr aus: „Welche Fenster und Türen soll ich wählen?“
Die richtige Frage lautet: „Wie wird mein Fenstersystem mit dem gesamten Gebäude zusammenwirken?“